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SOZIALBERATUNG

FIM berät und unterstützt rund 900 Migrantinnen und ihre Familien im Jahr. Wesentliche Ziele in der Beratung sind:

  • Förderung der Integration
  • Überwindung von Krisensituationen
  • Befreiung aus Gewaltbeziehungen
  • Entwicklung und Realisierung neuer, eigenständiger Lebensperspektiven

Viele Frauen kommen nicht nur mit einem Anliegen zu FIM. Wenn etwa Gewalt in der Beziehung, Probleme bei der Erziehung der Kinder, Arbeitslosigkeit und gesundheitliche Beeinträchtigungen zusammenkommen, wissen viele Frauen allein nicht weiter. Die Sozialberaterinnen von FIM suchen gemeinsam mit den Ratsuchenden nach Lösungen. Oft werden andere Unterstützungseinrichtungen mit einbezogen und FIM übernimmt das Case Management. Die Beratung ist kostenlos und vertraulich, auf Wunsch anonym.

 

Sozialberatung bei FIM: Das Angebot auf einen Blick

Landessprachliche und kulturspezifische Beratung in Krisen- und Notsituationen

  • Psychosoziale Beratung und Intervention
  • Informationen zu rechtlichen und zu gesundheitlichen Fragen
  • Informationen zu Bildungs- und Hilfsangeboten anderer Einrichtungen
  • Begleitung zu Ämtern und Hilfestellung im Umgang mit Behörden
  • Herstellen von Kontakten und Begleitung zu Ärzten/innen, Psychologen/innen und Rechtsanwälten/innen
  • Unterbringung von bedrohten und misshandelten Frauen u.a. in Frauenhäusern
  • Unterstützung bei der Wohnungs- und Arbeitssuche
  • Besuche und Beratung in Justizvollzugsanstalten und Flüchtlingsunterkünften
  • Prozessbegleitung bei Gerichtsverfahren
  • Rückkehrhilfe: Unterstützung bei der Organisation der Rückkehr, Information über und Kooperation mit Hilfseinrichtungen in den Herkunftsländern u.a.

Beratungsverständnis und -methoden

Beratung bei FIM bedeutet professionelle Intervention und entwicklungsorientierte Unterstützung in sozialen, psychischen, pädagogischen und interkulturellen Problembereichen. Dabei ist es zum Verständnis der jeweiligen Lebenssituation, der Konflikte und Probleme von Migrantinnen in Krisensituationen besonders wichtig, dass ihre sozialen, kulturellen und familiären Hintergründe in die Beratung mit einbezogen werden.

Die FIM-Beraterinnen verfügen über handlungsfeldspezifisches Wissen, u.a. zum Zuwanderungs-, Asyl-, Familien- und Sozialrecht. Ihnen sind die strukturellen Zusammenhänge der oft komplexen Probleme in diesen Themenfeldern vertraut. Eine besondere Stärke der FIM-Beraterinnen, die zu einem großen Teil selbst Migrationserfahrungen haben, ist ihre interkulturelle Kompetenz sowie ihr umfassendes Hintergrundwissen zu den Lebensbedingungen in den Herkunftsländern.

FIM arbeitet mit einem multiprofessionellen Netzwerk zusammen, zu dem u. a. Frauenhäuser, Erziehungsberatungsstellen und Rechtsanwälte/innen gehören, aber auch staatliche Stellen wie die Ausländerbehörde, Jugend- und Sozialämter, das Gesundheitsamt, die Staatsanwaltschaft, die Polizei sowie Konsulate und Botschaften.

Fallbezogen interveniert FIM bei Behörden und Institutionen zur Wahrung der Grund- und Menschenrechte, etwa zum Schutz der physischen und psychischen Unversehrtheit, zum Wohl des Kindes, zur Sicherung des Lebensunterhalts und zum Schutz vor Gewalt. Bei Opfern schwerer Gewalt ergeben sich besondere Beratungsanforderungen in Form einer intensiven Einzelarbeit über einen längeren Zeitraum hinweg.

Beratungsziele

Langfristiges Ziel der Beratung ist die Selbsthilfe und die bewusste Übernahme von Verantwortung für eigene Entscheidungen und Handlungen, das Empowerment. Dabei dient die Beratung der Integration in die deutsche Gesellschaft und der Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe. Kurzfristig geht es oft um ganz konkrete, sofortige Hilfeleistungen, z. B. um Unterstützung bei aufenthaltsrechtlichen Fragen, bei der Existenzsicherung oder bei drohender Wohnungslosigkeit.

Die Beratung bei FIM ist personenzentriert und erfolgt in einem dialogischen Prozess. Handlungsoptionen und Veränderungsmöglichkeiten zur Problembewältigung werden gemeinsam mit den Klientinnen entwickelt. Die Veränderungsbereitschaft der Klientinnen ist dabei oft ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche Problembewältigung. Wichtige Ansatzpunkte in der Beratungsarbeit zielen darauf ab, systemische Zusammenhänge zu erkennen, persönliche Ressourcen zu stärken und soziale Potenziale zu erschließen. Mit verschiedenen Interventionstechniken werden in der Beratung Lösungen erarbeitet und die Klientinnen dazu motiviert, diese eigenverantwortlich umzusetzen.

Muttersprachliche Beratung

Die Sozialberaterinnen von FIM kommen aus verschiedenen Kulturen und sprechen neben Deutsch zehn weitere Sprachen:

  • Amharisch
  • Arabisch
  • Bulgarisch
  • Englisch
  • Französisch
  • Rumänisch
  • Spanisch
  • Tagalog
  • Thai
  • Tigrinya

Für weitere Sprachen, die in der Beratung gebraucht werden, kann FIM auf ein Netzwerk von Dolmetscherinnen zurückgreifen.

Die sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen der FIM-Beraterinnen sind für viele Ratsuchende von entscheidender Bedeutung. Die Möglichkeit, in der eigenen Muttersprache oder sogar mit einer Frau aus dem eigenen Kulturkreis über oft sehr persönliche und emotional belastende Erfahrungen sprechen zu können, ist für viele Frauen eminent wichtig und eröffnet ihnen häufig erst die Möglichkeit, Gewalterfahrungen und andere Konfliktsituationen aufzuarbeiten und mithilfe der Beraterinnen neue Perspektiven zu entwickeln.

So finden Sie uns

Vom Hauptbahnhof Frankfurt am Main: Straßenbahn 16 (Ginnheim) oder Straßenbahn 17 (Rebstockbad) bis Haltestelle „Varrentrappstraße“

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