Beratungs- und Informationszentrum für Migrantinnen und ihre Familien
Am 1. November 2010 konnte FIM das auf drei Jahre geplante Projekt gegen weibliche Genitalbeschneidung/FGM beginnen. Der innovative Präventions- und Hilfeansatz des Projektes zielt auf Veränderung in von der Tradition der weiblichen Genitalbeschneidung betroffenen ethnischen Communities im Rhein-Main-Gebiet:
Prävention: Mittels Informations-, Aufklärungs- und Menschenrechtsarbeit mit und in den betreffenden Communities sollen Diskussionen und Entscheidungsprozesse gegen die weibliche Genitalbeschneidung angeregt und unterstützt werden. Modellhaft für Deutschland werden sensible Informations- und Aufklärungskonzepte in Zusammenarbeit mit ethnischen Communities, mit Frauen und Männern, eingesetzt und erprobt. Ziel ist es, FGM in den MigrantInnencommunities zu enttabuisieren und die Stimmen für das unverhandelbare Recht eines jeden Menschen auf körperliche und seelische Unversehrtheit - in Deutschland wie in den Herkunftsländern - zu stärken.
Unterstützersystem: Die soziale, medizinische und psychologische Versorgung von betroffenen Mädchen und Frauen soll durch den Aufbau und Ausbau eines interdisziplinären, fachlich qualifizierten Hilfenetzwerkes von ÄrztInnen, Hebammen, TherapeutInnen sowie sozialen und MigrantInnen-Einrichtungen u.a. sichergestellt werden. FIM hält ein Beratungsangebot, auch in Form von weiterer Koordination von Maßnahmen, für (potentiell) Betroffene vor. Ziel ist es, betroffene Frauen mit seelischen und körperlichen Folgeproblemen zu erreichen und adäquate Hilfemöglichkeiten anzubieten, sowie für bedrohte Mädchen erforderliche Hilfe zu koordinieren.
In das Beratungszentrum FIM sind zwei afrikanische Beraterinnen und eine Afrikanistin eingebunden. Langjährig etablierte Beratungs- und Netzwerkkontakte bilden die Grundlagen für dieses neue und in seinem Ansatz innovative Projekt.
Finanzierung: Anschubfinanzierung: Ernst zur Nieden-Stiftung, Projektfinanzierung (Hauptanteil): Förderorganisation Aktion Mensch. Weitere Mittel müssen für die Finanzierung eingeworben werden.
Projektkoordination:
Petra Diabaté, petra.diabate@fim-beratungszentrum.de, 069/9709797-24