FIM - Frauenrecht ist Menschenrecht e.V.:Warum FGM?

Beratungs- und Informationszentrum für Migrantinnen und ihre Familien

Warum findet FGM statt?

Die Gründe hierfür sind sehr vielschichtig, sie können von Region zu Region, von Ethnie zu Ethnie und von Community zu Community variieren.

FGM ist Teil einer tief verwurzelten Tradition, die ursprünglich einen Initiationsritus in das Erwachsenenalter darstellte und mit einem Fest verbunden war.

Realität ist, dass weibliche Genitalbeschneidung in patriarchalisch geprägten Kulturen stattfindet. Die Praktik trägt dazu bei, Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern zu festigen, männliche Vormachtstellungen zu sichern und die persönlichen Freiheitsrechte von Frauen einzuschränken.

Konkret grassieren die verschiedensten Argumente, mit denen die Notwendigkeit der Beschneidung begründet wird:

  • Die Beschneidung sichert die Keuschheit der Mädchen und verhindert die Untreue der Ehefrau.
  • Unbeschnittene Mädchen dürfen nicht heiraten, sie gelten als unrein und liebestoll. Als unverheiratete Frauen blieben sie unversorgt.
  • Die Klitoris ist der männliche Teil der Frau. Erst die Beschneidung macht eine Frau zur „richtigen“ Frau.
  • Die Berührung einer Klitoris kann Männer impotent machen.
  • Beschneidung schützt vor Infektionen.
  • Beschneidung ist gut für die Gesundheit der Frau, unbeschnittene Frauen können keine Kinder gebären.
  • Die Beschneidung macht die schmutzige und hässliche Vulva schön.
  • Der Kontakt mit der Klitoris ist für das Neugeborene tödlich.

Die Gründe für eine weibliche Genitalbeschneidung sind aus medizinischer Sicht absurd. Aus Sicht der universalen Menschenrechte ist weibliche Genitalbeschneidung absolut unvereinbar mit der Menschenwürde und mit den unveräußerlichen Persönlichkeitsrechten auf Freiheit sowie auf körperliche und seelische Unversehrtheit.

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