Beratungs- und Informationszentrum für Migrantinnen und ihre Familien
Einen informativen Überblick über die Situation von Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus in Frankfurt bietet die Kurzfassung der Studie:
Krieger, Wolfgang u. a., „Lebenslage 'illegal'. Menschen ohne Aufenthaltsstatus in Frankfurt am Main. Ergebniszusammenfassung der Studie“, herausgegeben vom Evangelischen Regionalverband Frankfurt am Main und dem Diakonischen Werk in Hessen und Nassau e.V..
Lesen Sie in folgendem Textauszug aus der im Jahr 2006 veröffentlichten Studie das "Nachwort des Beirates":
Nachwort des Beirates
Die vorliegende Bestandsaufnahme zur Situation von Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus in Frankfurt am Main zeigt die schwierigen und häufig Existenz bedrohenden Lebensbedingungen der Betroffenen auf. Als besondere Problemfelder sind zu nennen: Gesundheit, Schule, Arbeit, Wohnen, Rückkehr sowie die schwierige Arbeit der Hilfe- und Beratungseinrichtungen.
Zu den verfassungsgemäßen Aufgaben eines Staates gehören die Achtung und der Schutz der Menschenrechte und der Grundrechte. Wichtige Teilbereiche dieser Rechte gelten auch für statuslose Menschen. Diese Rechte können jedoch mit den migrationspolitischen Interessen des Nationalstaates kollidieren.
In diesem Kontext zeigt die vorliegende Bestandsaufnahme die Dringlichkeit zur Schaffung von Rahmenbedingungen auf, innerhalb derer diese universal gültigen Rechte der Betroffenen realisiert werden können.
Der Beirat als die vorliegende Studie begleitendes Gremium sieht an dieser Stelle sowohl dringenden Handlungsbedarf als auch Handlungspotenziale der politisch Verantwortlichen der Kommune und des Landes Hessen – wohl wissend, dass die Problematik Illegalität immer auch von globalen, europäischen und nationalen Strukturen bedingt wird und von AkteurInnen zu verantworten ist, auf die auf diesen Ebenen politisch eingewirkt werden muss.
Deshalb werden nachfolgend einzelne kurz- bis mittelfristig zu realisierende Maßnahmen vorgeschlagen, die in erster Linie von den kommunalpolitisch bzw. landespolitisch Verantwortlichen umzusetzen sind, unbeschadet der Verantwortlichkeit der Gesamtgesellschaft einschließlich der Wohlfahrtsverbände, der Kirchen und anderer Träger von Beratungseinrichtungen.
Problembereich: Gesundheitliche Versorgung von Menschen ohne Aufenthaltsstatus
- für die ambulante Gesundheitsversorgung von Menschen ohne Papiere
- zur Einrichtung von „Kontingentbetten“ in Krankenhäusern zur stationären Versorgung
Statusloser, insbesondere von schwangeren Frauen. Mit konfessionellen
Krankenhäusern müssen dazu Verhandlungen geführt werden.
Problembereich: Kinder in der Illegalität – Zugang zu Schulbildung und Ermöglichung des Besuchs von Kindertagesstätten
Problembereich: Arbeit
Problembereich: Wohnen
Problembereich: Rückkehr
Problembereich: Schwierigkeiten der Hilfe- und Beratungseinrichtungen
Kurzfassung:
Krieger, Wolfgang u. a.
„Lebenslage 'illegal'. Menschen ohne Aufenthaltsstatus in Frankfurt am Main.
Ergebniszusammenfassung der Studie.“
Herausgegeben vom Evangelischen Regionalverband Frankfurt am Main und dem Diakonischen Werk in Hessen und Nassau e.V.
Von Loeper Literaturverlag, € 5,00, Bestell-Nr.: 3-86059-414-1
http://www.vonloeper.de
Gesamttext (vergriffen, nur noch als CD mit Zusammenfassung lieferbar):
Krieger, Wolfgang u. a.
„Lebenslage 'illegal'. Menschen ohne Aufenthaltsstatus in Frankfurt am Main.
Herausgegeben vom Evangelischen Regionalverband Frankfurt am Main und dem Diakonischen Werk in Hessen und Nassau e.V.
Von Loeper Literaturverlag, 260 S., kt., € 19,90, Bestell-Nr.: 3-86059-413-3
http://www.vonloeper.de