Beratungs- und Informationszentrum für Migrantinnen und ihre Familien

Mentoring

1. Worin besteht es?

Die Kinder und Jugendlichen erhalten von einem/einer Mentor(in) über einen längeren Zeitraum individuelle Zuwendung und Aufmerksamkeit und werden auf diese Weise in ihrer Entwicklung unterstützt. Die Tandems – Mentor(in)/Kind – treffen sich ca. einmal wöchentlich, um gemeinsam in Frankfurt etwas zu unternehmen. Sie entscheiden frei über die Gestaltung ihrer gemeinsamen Zeit – maßgeblich sind die Interessen und Bedürfnisse des Kindes/Jugendlichen.

Sie können z.B. etwas basteln oder kochen, in die Kinderbibliothek gehen, zusammen Fahrrad fahren üben, sich den Hausaufgaben widmen oder einfach spazieren gehen und sich über „Gott und die Welt“ unterhalten. Bei den gemeinsamen Aktivitäten erhält das Kind vielfältige Anregungen, macht gemeinsam mit seinem/seiner Mentor(in) neue Erfahrungen, lernt andere Perspektiven kennen und wird auf ganz natürliche Weise gefordert und gefördert.

2. Was steckt dahinter?

Für die Kinder und Jugendlichen aus den ratsuchenden Familien ist es oft von unschätzbarem Wert, dass eine Person ihnen stressfrei Zeit und Aufmerksamkeit schenkt. Dies bedeutet eine Wertschätzung für das Kind/Jugendlichen, was Zuversicht schafft, Mut bringt und das Selbstbewusstsein stärkt. Dies wiederum ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Kinder und Jugendliche verstärkt Verantwortung für das eigene Leben übernehmen können und motiviert sind, die sich ihnen bietenden Chancen zur Integration in die hiesige Gesellschaft und das deutsche Bildungssystem zu nutzen.

Mentor(inn)en haben durch ihr Engagement die Chance, die Zukunftsperspektiven eines Kindes oder Jugendlichen nachhaltig positiv zu beeinflussen. Sie erhalten die Möglichkeit, vorhandene wertvolle Ressourcen – ihre Lebenserfahrung, ihre Bildung, ihre Interessen – innerhalb eines wichtigen sozialen Engagements sinnvoll nutzbar zu machen

3. Wer kann Mentor(in) werden?

Mentor(in) kann jede(r) werden, die/der

  • regelmäßig etwas Zeit investieren kann
  • dazu bereit ist, ein Stück Verantwortung für ein Kind zu übernehmen
  • am Erfahrungsaustausch mit den anderen Mentor(inn)en teilzunehmen will
  • 18 Jahre oder älter ist

4. Was können Mentor(inn)en erwarten?

Ein wesentliches Merkmal des Projekts ist die direkte Anbindung des Mentoring an FIM und somit an die fachliche und interkulturelle Kompetenz der FIM-Beraterinnen. Die Vorbereitung der Mentor(inn)en auf ihre Arbeit und deren Begleitung und Unterstützung während des Engagements erfolgt durch eine fachliche qualifizierte Koordinatorin in enger Abstimmung mit den FIM-Beraterinnen. Mit dieser Anbindung wird die Qualität des ehrenamtlichen Engagements bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe sichergestellt.

Im Einzelnen bietet FIM den Mentor(inn)en:

  • Eine Vorbereitung auf ihre Aufgabe und ihre Rolle und eine professionelle Begleitung während ihres Engagements
  • Tipps und Anregungen für die gemeinsame Zeit mit dem Kind/Jugendlichen
  • Raum und Offenheit für ihre Ideen, Vorschläge, Erfahrungen, etc.
  • Erfahrungsaustausch mit den anderen Mentor(inn)en, begleitet von einer hauptamtlichen FIM-Beraterin
  • Input von externen Fachkräften zu von ihnen gewünschten Themen und Fragestellungen

Die Mentor(inn)en sind während ihres Engagements bei FIM haftpflicht- und unfallversichert. Bei Bedarf ist die Erstattung von Kosten möglich.

Haben Sie Interesse oder Fragen?

Sprechen Sie uns an - wir freuen uns auf Sie!
Ansprechpartnerin: Karen Chautard
Telefon: 069 - 970 97 97 - 20

Karen.Chautard@fim-beratungszentrum.de


FIM berät auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Tagalog, Thailändisch, Tigrinya und Amharisch.

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