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RamadanfestKindererziehung in Afrika und Deutschland - Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Frankfurt/ 08.08.2014. Mehr als 100 Gäste waren der Einladung von FIM und des Vereins Afrika Kulturprojekte e.V. am Samstag, den 2. August 2014, gefolgt. Frauen, Männer und Kinder aus einem Dutzend verschiedenen afrikanischen Herkunftsländern und ihre deutschen Freunde, Muslime und Nichtmuslime kamen zu einem Grillfest zusammen, um das Ende des Fastenmonats Ramadan zu feiern und um gemeinsam zu diskutieren. Thema waren Unterschiede und Gemeinsamkeiten in deutschen und afrikanischen Erziehungsmodellen.

Der Sozialpädagoge Dr. Moudassirou Katakpaou-Touré vom Verein für Individuelle Erziehungshilfe e.V. aus Wiesbaden informierte über pädagogische Konzepte in deutschen Schulen und Erziehungseinrichtungen und brachte den afrikanischen Eltern deutsche Sichtweisen auf Kindheit und Erziehung näher.

Während sich die Erziehungsmuster in Deutschland in den vergangenen 50 Jahren stark gewandelt haben und heute viel mehr an den Bedürfnissen der Kinder orientiert sind als das bei unseren Großeltern der Fall war, wirken in vielen afrikanischen Communities traditionelle Erziehungsmuster fort.

„Meine Kinder sollen nicht so frech werden wie die deutschen Kinder“, hört Dr. Mariame Racine Sow von FIM immer wieder von afrikanischen Müttern und Vätern. Dabei beobachtet sie, dass die Erziehung in der afrikanischen Diaspora oft viel konservativer und autoritärer ist als in Afrika selbst. Fern der Heimat hielten die Eltern oft strikter an Erziehungsmustern fest, die sie selbst erlebt haben. Das führt immer wieder zu Konflikten, wenn die Verhaltensmuster, die die Kinder aus der Kita und der Schule mit nach Hause bringen, mit den Rollenvorstellungen und Verhaltensmaßstäben in der Familie kollidieren. Wenn dann das Jugendamt eingeschaltet wird, prallen zwei Vorstellungswelten aufeinander, die oft schwer zu vermitteln sind. Hier setzte Dr. Moudassirou Katakpaou-Touré, der auch als Mediator für das Jugendamt tätig ist, in der Diskussionsveranstaltung an. Selbst Afrikaner und Vater, erklärte er den Hintergrund der deutschen Erziehungsmaßstäbe, erläuterte die Aufgaben und die Schutzfunktion des Jugendamtes zum Wohl des Kindes. Er warb für mehr interkulturelles Verständnis auf beiden Seiten.

Die, um die es ging, lauschten unterdessen den spannenden Geschichten des Musikers und Geschichtenerzählers Emmanuel Bouetoumoussa und ließen sich begeistert in die Kunst des Trommelns einführen.

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